Platte der Woche: Parquet Courts - Human Performance

Platte der Woche: Parquet Courts – Human Performance

Unter Musikjournalisten gibt es zahlreiche Stimmen, die behaupten, dass Parquet Courts längst ein Album für die Indierock-Ewigkeit geschrieben hätten, wenn sie sich nur mal länger Zeit für ein Album lassen würden. Das aber scheint nichts für die Band um Andrew Savage zu sein. Fünf Alben in fünf Jahren plus EP und Live-Album sprechen für sich. Selbst als Bassist und Drummer wegen Familie bzw. Uni eine kurze Auszeit nehmen mussten, nahmen die verbliebenen beiden Mitglieder unter dem Namen Parkay Quarts ein Album („Content Nausea“) auf. Mittlerweile ist die Band wieder vollständig und klingt auf „Human Performance“ besser und gereifter denn je!

Und das ist auch gut so, denn nach der letztjährigen EP „Monastic Living“, die – man kann es leider nicht anders ausdrücken – ziemlich fürchterlich (manch einer würde sagen: unhörbar) war und die man durchaus als Verschwendung von Presswerkkapazitäten bezeichnen kann, scheint die Band glücklicherweise zurück in der Spur zu sein. Die EP scheint lediglich ein experimenteller Ausrutscher gewesen zu sein. Zu viel Zeit und so. Bereits mit dem ersten Song, einer Ode an den Staub (ja, richtig gelesen!), kehrt die Band auf dem aktuellen Album zur Höchstform zurück.
Die New Yorker sind mittlerweile auf dem legendären Londoner Label Rough Trade Records gelandet. Parquet Courts sind definitiv eine der spannendsten Indierock-Bands der Gegenwart. Wobei man schon festhalten muss, dass die Band auf ihrem neuesten Werk weniger rotzig klingt als vorher. Die Velvet Underground-Attitüde, die man als New Yorker Band anscheinend direkt in den Genen vererbt bekommt, ist etwas abgeflaut, dafür werdet ihr in Rezensionen nahezu immer auf Namen wie Pavement, Wire oder Jello Biafra als Referenzen stoßen. Kann man so stehen lassen…

Für einen weiteren Pluspunkt sorgt die hübsche Aufmachung der Vinyl Edition. Diese kommt mit einem 14seitigen Gatefold-Booklet daher, das neben den Lyrics auch schicke Artworks enthält. Macht durchaus was her, wie wir finden! Auf unserer Facebook-Seite findet ihr ein kleines Video dazu

Der Dodo

Der Dodo gilt seit 1690 als ausgestorben. Das ist natürlich vollkommener Unsinn. Im Berliner Stadteil Schöneberg hat er ein schönes Reservat gefunden, in dem er sich seiner großen Leidenschaft widmen kann: der Vinyl Schallplatte!

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